Beschreibung
Wilhelm I von Preußen wurde auf Goldmünzen des Kaiserreichs abgebildet. Diese alten Umlaufmünzen sind im Jaeger-Katalog aufgeführt und der Nummer 242 zugeordnet. Kurt Jaeger war ein deutscher Numismatiker, der sich mit den deutschen Münzen des 19. und 20. Jahrhunderts beschäftigte.Die erste Seite der deutschen Kaiserreichmünze wurde von Emil Weigand gestaltet. Sie wurde mit einem Perlkreis entlang des Münzrands versehen, gefolgt von der Aufschrift „WILHELM DEUTSCHER KAISER KÖNIG V. PREUSSEN“. Mittig wird ein Portrait des Kaisers Wilhelm I gezeigt. Sein Blick ist nach rechts gerichtet und er wird mit kurzem, schütteren Haar und Bart dargestellt. Unter der Abbildung befindet sich das Kürzel „A“ der Prägestätte Berlin.Die Kehrseite entwarf der Medailleur Friedrich Wilhelm Kullrich. Die 10 Mark-Goldmünze weist ebenfalls einen Perlrand auf, gefolgt von der Beschriftung „DEUTSCHES REICH“. Mittig wird der Reichsadler abgebildet. Sein Abbild wurde dem Wappen des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation nachempfunden. Über dem Reichsadler thront die Kaiserkrone mit fliegenden Bändern. Sein Brustschild zeigt einen preußischen Adler mit Krone, welcher den Schild der Hohenzollern trägt. Der gesamte Brustschild ist von einer Kette mit dem Kreuz des Schwarzen Adlerordens umgeben. Unter der linken Klaue des Adlers steht „10“ und unter der rechten „M.“. Diese Angabe steht für den Nennwert von 10 Mark. Unten am Münzrand befindet sich das Ausgabejahr „1872“, welches mittig durch die Schwanzfedern des Adlers getrennt wird.Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen wird oft auch als „Kaiser Wilhelm“ bezeichnet. Neben dieser Bezeichnung ist er aufgrund seines strengen Vorgehens gegen das Volk während der Märzrevolution auch als Kartätschenprinz bekannt. Er war von 1861 bis 1888 König von Preußen und von 1871 bis zu seinem Tod 1888 der erste deutsche Kaiser.




